Das Landschaftsbild Neuhausen ist ohne das Schloss Purschenstein nicht denkbar. Der böhmische Graf Borso I ließ Mitte des 13 Jahrhunderts eine Zoll- und Geleitburg auf dem Felssporn über der Flöha errichten. Im Laufe der Zeit hat sich ihr äußeres Erscheinungsbild stark verändert.

Ein 42 m hoher Bergfried mit dicken Mauern und die Reste einer Vorburg künden von der Wehrhaftigkeit im 13./14. Jhdt. Um 1550 wurde der Mittelbau und der Uhrenturm im Renaissancestil errichtet. 1643/43 wurde das Schloss stark zerstört und teilweise ausgebrannt. 

Im 18. Jhdt erfolgte ein drastischer Umbau des Südflügels in eine, dem Zeitgeist entsprechende barocke Schlosskapelle. Ebenfalls in diese Zeit fällt die Errichtung des Nordflügels und eine entsprechende Umbauung des geräumigen Schlosshofes. Mitte des 19. Jhdt wurde vor allem dem gesamten Dachbereich ein neugotisch geprägtes Aussehen verliehen. 

Nach dem 2. Weltkrieg und der Enteignung der Besitzerfamilie von Schönberg diente das Schloss als Kinderheim und Klubhaus der Gewerkschaft (FDGB). Nach einem Großbrand 1989 wurde Schloss Purschenstein wieder aufgebaut. Seit 2006 befindet es sich im Besitz der Familie Praagmann, die dort ein Schlosshotel betreibt.